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Mutterschutz und Mutterschaftsleistungen

Rechte als Arbeitnehmerin

Eine Arbeitnehmerin, egal ob in Voll- oder in Teilzeit oder als 400 €-Kraft, ist in der Schwangerschaft durch das Mutterschutzgesetz geschützt. In ihm ist unter anderem festgehalten, welche Arbeiten eine schwangere Frau zum Schutz des ungeborenen Kindes und zu ihrem eigenen Schutz nicht verrichten darf. Ausserdem geniesst eine schwangere Frau innerhalb eines bestehenden Arbeitsvertrages Kündigungsschutz. Dies gilt auch innerhalb eines Ausbildungsvertrages, der bis zur Beendigung des Ausbildungsverhältnisses andauert.

Weitere Informationen zum Mutterschutzgesetz

Mutterschaftsgeld

Das Mutterschaftsgeld ist abhängig von dem Status in der Krankenversicherung und von der beruflichen Tätigkeit.

 

Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse mit Krankengeldanspruch (z.B. Arbeitnehmerinnen und Arbeitslose):

  • pro Tag 13€ Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse plus Arbeitgeberzuschuss in Höhe der Differenz zum durchschnittlichen Nettoarbeitsentgelt (Zahlung von Krankenkasse + Arbeitgeber = durchschn. Netto; Arbeitgeberanteil = durchschn. Netto – Mutterschaftsgeld von Krankenkasse)
  • Arbeitslose Frauen erhalten Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes

Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse ohne Krankengeldanspruch (z.B. Studentinnen) mit einer geringfügigen Beschäftigung:

  • I.d.R. pro Tag 13€ Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse

In der gesetzlichen Krankenkasse familienversicherte Frauen mit einer geringfügigen Beschäftigung:

  • Mutterschaftsgeld von einmalig bis zu 210€ durch das Bundesversicherungsamt

In der privaten Krankenversicherung versicherte oder nicht krankenversicherte Arbeitnehmerinnen:

  • Mutterschaftsgeld von einmalig bis zu 210€ durch das Bundesversicherungsamt

Frauen, deren Arbeitsverhältnis während der Schwangerschaft vom Arbeitgeber zulässig aufgelöst wurde:

  • pro Tag 13€ Mutterschaftsgeld; der Arbeitgeberzuschuss wird dieser Frau von der Krankenkasse oder dem Bundesversicherungsamt bezahlt

 

Weitere Informationen gibt es bei Ihrer Krankenkasse und beim Bundesministerium.