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Wie ist ein Abbruch gesetzlich geregelt?

Wie ist ein Schwangerschaftsabbruch rechtlich geregelt?

Die §§ 218/219 StGB regeln den Schwangerschaftsabbruch. Ein Schwangerschaftsabbruch gilt als rechtmäßig, wenn eine medizinische oder kriminologische Indikation vorliegt.

Ein Schwangerschaftsabbruch auf Verlangen der Frau gilt als rechtswidrig, bleibt aber straffrei, wenn 3 Bedingungen erfüllt sind:

1) Der Abbruch muss innerhalb der ersten 12 Schwangerschaftswochen stattfinden (ab Empfängnis).

2) Beratung an einer nach § 218 StGB anerkannten Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen und Beratungsbestätigung.

3) Zwischen der Beratung und dem Abbruch müssen mindestens 3 Tage liegen. Grundsätzlich muss die Frau den Schwangerschaftsabbruch selbst bezahlen, es sei denn, sie verfügt über ein geringes eigenes Erwerbseinkommen. Dann ist eine Kostenübernahme nach vorherigem Antrag bei der Krankenkasse möglich. Die Regelungen können in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich sein. Die Vor- und Nachuntersuchungen werden allerdings von der Krankenkasse übernommen.Indikationen

Ein Schwangerschaftsabbruch ist dann rechtmäßig, wenn eine ärztliche Bescheinigung über eine medizinische oder kriminologische Indikation vorliegt. 1) Eine medizinische Indikation bedeutet, dass bei einer Fortsetzung der Schwangerschaft das Leben bzw. die Gesundheit der schwangeren Frau gefährdet ist. Hierunter fällt auch die gesundheitliche Gefährdung des ungeborenen Kindes.2) Eine kriminologische Indikation liegt dann vor, wenn die Schwangerschaft bei Vergewaltigung oder sexueller Nötigung entstanden ist. In diesem Fall ist ein Abbruch bis zur 12. Schwangerschaftswoche rechtmäßig, bleibt also straffrei.Bei Vorliegen einer Indikation ist keine Beratung vorgeschrieben. Auch in dieser schwierigen Lebenssituation ist es jederzeit möglich, sich Beratung und Unterstützung zu holen.Besteht eine dieser beiden Indikationen, so werden die Kosten des Schwangerschaftsabbruchs von der Krankenkasse übernommen.Laut Gesetz darf keine Frau zu einem Schwangerschaftsabbruch gezwungen werden; wird sie von einer Person gezwungen, droht dieser eine Freiheitsstrafe.

Schwangerschaftskonfliktgesetz als PDF
Broschüre des Landes Niedersachsen zum Schwangerschaftsabbruch (360 kb)