Diese Webseite befindet sich derzeit im Umbau

0731 - 9 68 57 0

Entwicklung der rechtlichen Situation

Seit den 50er-Jahren: Schwangerschaftsabbruch bei medizinischer Indikation.

1974: Beschluß einer Fristenregelung im Bundestag, tritt jedoch nie in Kraft.

Bis 1976: Verbot eines Schwangerschaftsabbruchs, wenn ausschließlich soziale Gründe eine Rolle spielten.

Ab 1976: Indikationslösung:

  • Medizinische,
  • kriminologische,
  • eugenische (embryopatische) und
  • sog. Notlagenindikation (psycho-soziale Gründe).

1992/93: Schwangeren- und Familienhilfegesetz:

Straffreier Schwangerschaftsabbruch nach Beratung innerhalb der ersten 12 Schwangerschaftswochen – daneben Indikationsregelung (medizinisch, kriminologisch, embryopatisch)

1995:

Schwangerschaftskonfliktgesetz: Schwangerschaftsabbruch rechtswidrig, aber straffrei, wenn nach Beratung innerhalb der ersten 12 Schwangerschaftswochen.

Medizinische und kriminologische Indikation bleiben, embryopatische Indikation entfällt.

Inhalte und Ziele der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung wurden über gesetzliche Regelungen festgelegt.

In § 2 Schwangerschaftskonfliktgesetz wurde ein Recht auf Beratung in allen eine Schwangerschaft betreffenden Fragen festgeschrieben.

Das Schwangerschaftskonfliktgesetz ist seither die rechtliche Grundlage und der Rahmen für die breite Aufgabenstellung der Beratungsstelle.

Diese umfasst Schwangerschaftskonfliktberatung im Sinne des §§ 218/219 sowie Beratung und Hilfen in der Schwangerschaft und nach der Geburt bis circa zum 3. Lebensjahr des Kindes.

Zu den Beratungsfelder gehören ebenso Fragen im Zusammenhang mit vorgeburtlicher Diagnostik, späten Schwangerschaftskonflikten, Empfängnisverhütung und Familienplanung sowie bei unerfülltem Kinderwunsch.

Präventive sexualpädagogische Angebote zur Vermeidung ungewollter Schwangerschaften und um einen bewussten, verantwortlichen Umgang Umgang mit Partnerschaft und Sexualität zu unterstützen, wurden in den letzten Jahren entwickelt und ausgebaut.

Das Schwangerschaftskonfliktgesetz wurde jeweils ergänzt durch Regelungen des Bundeskinderschutzgesetzes, des Gendiagnostikgesetzes und des Gesetzes zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt.